Aufbau und Funktion des Auges

Bei einem rechtsichtigen Auge werden
sowohl entfernte als auch nahe Gegenstände
auf der Netzhaut deutlich abgebildet. Dabei wölbt
sich die Augenlinse je nach Objektentfernung und
ermöglicht so ein optimales, scharfes Sehen.
Diesen Vorgang nennt man Akkommodation.
Gegenstände in Entfernungen von unendlich
bis ca. 10 cm können so scharf gesehen werden.

 

 

 

 

 

Rechtsichtigkeit (Emmetropie)

Refraktion ist das Verhältnis zwischen der Länge eines Augapfels und seiner Fähigkeit, Lichtstrahlen zu bündeln (Brechkraft).

Damit das Auge entspannt scharf sehen kann, muss ein ganz bestimmtes Verhältnis zwischen Brechkraft und Länge des Augapfels bestehen. Ein Bild aus großer Entfernung fällt ohne Anstrengung des Auges scharf auf die Netzhaut.

Kurzsichtigkeit (Myopie)

In den meisten Fällen ist die Kurzsichtigkeit auf einen zu langen Augapfel zurückzuführen.Der Punkt, an dem das scharfe Bild entsteht, liegt im Augeninneren vor der Netzhaut. Man sieht dann zwar in der Nähe gut, kann aber in der Ferne nur wenig erkennen. Da der Augapfel wächst, kommt der Fehler meistens im Kindes- oder Jugendalter irgendwann zum Tragen. Zur Korrektur wird eine Zerstreuungslinse (Minuslinse) verwendet. Diese schiebt die scharfe Abbildung nach hinten auf die Netzhaut.

Übersichtigkeit (Hyperopie)

Hier ist die Ursache ein zu kurzes Auge.Das scharfe Bild liegt hinter dem Auge. In jungen Jahren kann man eventuell den Fehler durch Anstrengung überwinden. Um das Auge nicht zu überfordern, sollte aber möglichst bald mit einer Sammellinse (Pluslinse) korrigiert werden. Die Sammellinse bündelt das Licht des Bildes und holt es näher heran auf die Netzhaut.

Stabsichtigkeit (Astigmatismus)

Eine von der Kugelwölbung abweichende Form der Hornhaut (die Seitenansicht eines Fasses) bewirkt, dass Gegenstände längs, quer oder schräg verzogen erscheinen. Das Auge bildet Bildpunkte zu Strichen ab. Die Gläser, die zur Korrektur dienen, müssen ebenso eine entsprechende "Fassform" haben. Dieser Sehfehler kann mit den anderen kombiniert sein.

Alterssichtigkeit(Presbiopie)

Menschen ab dem 40-sten Lebensjahr kommen langsam in die Situation, dass die Augenlinse sich nicht mehr genug auf Nähe einstellen kann. Sie verhärtet im Laufe des Lebens. Altersentsprechend versorgt man in diesem Fall mit speziellen Lesegläsern. Um in allen Entfernungen scharf sehen zu können, eignen sich Mehrstärken- oder Gleitsichtgläser.